Fagiolina-Bohnen vom Trasimenischen See

fagiolinaDie kleine Bohne war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet und wurde vor allem in bäuerlichen Gärten angebaut. Mit der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft rund um den Trasmenischen See geriet sie in Vergessenheit. Viele Bauern verließen die Landwirtschaft und wurden Fabrikarbeiter.

Im Gegensatz zu Mais, Sonnenblumen, Paprika und anderen Feldfrüchten ging der Anbau dieser alten Hülsenfrucht immer weiter zurück. Schuld daran war sicherlich auch die lange und mühselige Anbauarbeit: Saat, Ernte und Dreschen müssen noch heute von Hand durchgeführt werden, denn die Fagiolina bringt Früchte und Blüten gleichzeitig hervor. Die Reifung erfolgt nach und nach, sodass über einen Zeitraum von mehreren Wochen jeden Tag geerntet werden muss.

Die geernteten Pflanzen werden zum Trocknen zur Tenne gebracht und mit Gabeln und Stöcken gesdroschen. Die so geernteten Fagiolina-Bohne ist etwas so groß wie ein Reiskorn und vielfarbig: Von creme- über lachsfarben bis zu schwarz mit allen möglichen, auch gesprenkelten, Brauntönen dazwischen,

In Zusammenarbeit mit der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Perugia haben einige wenige junge Landwirte durch lange, geduldige Arbeit dafür gesorgt, dass wir heute wieder in den Genuss dieser Bohne kommen dürfen. Im Jahr 2000 wurde die Fagiolina-Bohne in die Slow Food Presidien aufgenommen.

Angebaut wird sie in der umbrischen Provinz Pergugia in den Gemeinden Castiglione del Lago, Città della Pieve, Corciano, Magione, Paciano, Panicale, Passignao sul Trasimeno, Piegaro, Touro und Trasimeno.

Weil sie so klein ist und eine dünne Schale besitzt, muss sie nicht eingeweicht werden. Es reicht, sie gut zu waschen. Dann wird sie in kaltem Wasser aufgesetzt und ca. ein dreiviertel Stunde gekocht. Sie hat einen delikaten, zum süßlich tendierenden Geschmack mit Kräuteraromen.

Die einfachste, aber zugleich sehr leckere, traditionelle Zubereitung:

Nach dem Kochen mit einem guten Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen, nach Geschmack eine Knoblauchzehe dazugeben.

In der umbrischen Küche werden auch Ravioli mit Fagiolina-Bohnen gefüllt. Es gibt eine Fagiolina-Suppe mit Trüffeln und sie passt gut zum gerösteten Weißbrot – dem Bruschetta.

Die Fagiolina del Lago Trasimeno im Shop finden

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