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Tardivo di Ciaculli

presidio slow foodPassagier der Slow Food Arche des Geschmacks

Die Spätmandarine von Ciaculli, auch bekannt als „Marzuddu“, die erst im März Ihre volle Reife erlangt, verdankt ihren Namen der kleine Stadt Ciaculli bei Palermo, in der sie angebaut wird. Sie ist ein Passagier der „Slow Food Arca del Gusto Presidii“ und der Begriff „spät“ zeigt, dass die Produktion im Vergleich zu anderen Zitrusfrüchten verzögert wird.

Die Tardivo di Ciaculli ist eine endemische Sorte und wird nicht durch Veredelungen oder gentechnische Operationen erzeugt. Sie hat ein starkes Aroma, einen hohen Fruchtzuckergehalt und eine sehr dünne Haut. Die Produktion ist auf etwa 200 Hektar begrenzt und wird von kleinen Erzeugern betrieben, die sich zu einem Konsorzium zusammengeschlossen haben.

Wuchs: Mittelgrosser Strauch mit schmalen Blättern
Blüten: Weiss
Früchte: Dünne Schale mit heller, oranger Farbe; mit Kernen, süss und saftig; späte Reifezeit
Verwendung: Frischverzehr, aber besonders für die Herstellung von Marmelade geeignet
Frosthärte/Überwinterung: An geschützten Orten eine kurzfristige Minimaltemperatur von -8°C; bei 5 – 10 °C

Spätmandarinen aus Ciaculli (Presidio Slow Food)

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Mananara Vanille aus Madagaskar

presidio slow foodPassagier der Slow Food Arche des Geschmacks

Die Azteken waren die ersten, die Vanille verwendeten, und sie wird immer noch in den tropischen Wäldern Mittelamerikas angebaut. Einige der besten Vanille der Welt werden jedoch auf Madagaskar angebaut, weit entfernt von ihrer Heimat. Vanille wurde Mitte der 1800er Jahre von französischen Kolonisten auf die Insel gebracht und blühte in den Regenwäldern entlang der Nordostküste der Insel. Madagaskar ist heute einer der größten Vanille-Produzenten der Welt.

Im Biosphärenreservat Mananara Nord, das von der UNESCO und ANGAP gegründet wurde, baut das Presidio im Schatten der Regenwaldbäume einige Meter über dem Meeresspiegel Vanille an.

Die Orchidee Vanilla planifolia hat lange, dünne, flexible Kletterstiele mit wenigen Ästen. Mananara-Vanille wächst mit lebenden Stützen auf, nämlich den heimischen Waldbäumen. Sobald die Pflanzen eine Höhe von ca. 1,70m erreicht haben, werden sie gefaltet, um die Entwicklung der Blüten entlang des absteigenden Teils des Stängels zu fördern. Während in Mexiko stachellose Melipona-Bienen die Blüten bestäuben, werden in Madagaskar die Blüten von Hand bestäubt. Die Pflanze blüht zwischen September und Januar. An jedem trockenen Morgen bestäuben die Produzenten die Knospen mit einem Stock. Nach der Bestäubung entwickeln sich die Blüten zu langen hellgrünen Schoten, geruchlos und voller Samen, frischen grüne Bohnen nicht unähnlich.

Die schwarzen, weichen Vanille-Dufthülsen, mit denen wir mehr vertraut sind, werden nach einem langen Produktionsprozess gewonnen: Sobald sie geerntet sind, werden die grünen Hülsen einige Minuten in heißes Wasser getaucht und dann zwei Tage in einer Holzkiste gelagert, geschützt von einer Wolldecke, dem „Drapé à vanille“.
Die Schoten werden dann in der Sonne getrocknet: Jeden Tag werden die Schoten einen ganzen Monat lang auf einem Tuch über Rohr- oder Holzgestellen zwei bis drei Stunden der Sonne ausgesetzt. Anschließend werden sie in Decken gehüllt und noch ein paar Stunden in der Sonne gelassen, bevor sie wieder ins Haus gebracht werden. Dieses Verfahren ermöglicht es den Hülsen, Feuchtigkeit auszuscheiden, während die endemischen Vanille-Enzyme ihre Hauptaromakomponente – das Vanillin – freisetzen.

Schließlich werden die Vanilleschoten in speziellen, kleinen Lagerräumen auf Holz- oder Rohrregalen angeordnet, wo sie regelmäßig von den Produzenten kontrolliert und sortiert werden.
Nach dem Trocknen bearbeiten die Produzenten die einzelnen Hülsen von Hand und reiben sie mit den Fingern, um sie auszudehnen.

Mananara Vanille aus Madagaskar

 

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Pistazien aus Bronte P.O.D.

presidio slow foodPassagier der Slow Food Arche des Geschmacks

Diese Pistazienart wächst nur in der hügeligen Gegend um Bronte auf Sizilien, und nur hier erhält sie eine leuchtende, smaragdgrüne Farbe und einen intensiven Duft, harzig und reichhaltig. Die Bäume werden weder befruchtet noch bewässert und in unproduktiven Jahren nur einige Male beschnitten.

Pistazienbäume haben unproduktive Phasen, in denen Sie jahrelang ruhen. Während dieser Jahre schneiden die Bauern die wenigen Knospen ab, die auf den Ästen sprießen, damit der Baum seine Energie für die nächste produktive Saison speichern kann.

Die Ernte findet dann zwischen Ende August und Anfang September statt. Während dieser Zeit hilft jeder, einschließlich den Kindern und den Alten, bei der Ernte in den „loci“ – so nennt man dort auf Sizilien die Pistazienhaine.

Pistazien aus Bronte

 

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Aceto Balsamico Tradizionale

Aceto Balsamico Tradizionale di Reggio Emilia D.O.P.

Traditioneller Balsamico-Essig aus Reggio Emilia – Ein Meisterwerk des italienischen Geschmacks.

Mindestens 12 Jahre reift der Tradizionale in Holzfässern auf Dachböden in der Reggio Emilia. Der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia ist eine erlesene Kostbarkeit für Kenner – Tropfen für Tropfen ein wertvoller und köstlicher Genuss.

Aceto Balsamico Tradizionale

Ein von der Natur und vom Menschen geschaffenes Meisterwerk

Der Balsamico aus der Reggio Emilia entsteht aus der Reinheit der Natur und dem Jahrhunderte alten Wissen der Menschen dieser Region. Wie jedes wertvolle und traditionelle Erzeugnis ist der Tradizionale fest an die Umgebung gebunden, in der er entsteht. Nur hier wird durch die Herstellung nach dem Verfahren garantiert, welches im Laufe der Generationen perfektioniert wurde. Dies gilt insbesondere für den traditionellen Balsamico-Essig aus Reggio Emilia, der bereits im Namen stolz den Hinweis auf den Landstrich trägt, aus dem er stammt.

Nur hier kann ein solcher Essig entstehen: In dieser Region mit ihren warmen und trockenen Sommern herrschen optimale Bedingungen für die Oxidation des Alkohols zur Essigsäure, für die Verdunstung und die sich daraus ergebende Konzentrierung des Essigs. Kalte Winter fördern das Absetzen und Dekantieren, wodurch der Essig seine reine Klarheit erhält.

So entsteht eine absolute Köstlichkeit, ein wirkliches Sinneserlebnis, für die wahren Kenner vorzüglichen und wertvollen Geschmacks.

Jeder Tropfen ist kostbar

Abb: Aceto Balsamico Tradizionale OroDer traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia ist ein wertvoller Schatz, der nur für Gourmets bestimmt ist. Gleichermaßen handelt sich auch um ein reines Konzentrat an organoleptischen Genüssen, von dem nur wenige Tropfen ausreichen, um jedem Gericht eine ganz eigenen Charakter und einen besonderen Geschmack zu verleihen.

Lassen Sie sich von der besonderen Güte dieses Essigs erobern: Der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia wird Sie mit seiner außergewöhnlichen aromatischen Kraft und seinem besonderen süßsaueren Geschmack verführen. Einzigartige Eigenschaften, die ihn zu einem wahren Meisterwerk des Geschmacks werden lassen, dem es gelingt, jeden Gourmet für immer zu faszinieren und zu fesseln.

Glücklich sind die Geschmacksknospen, die vom traditionellen Balsamico-Essig aus Reggio Emilia berührt werden: kleine Tropfen voller Wohlgeschmack, die einem italienischen rohen Schinken, gehobeltem Parmigiano Reggiano, einem Risotto, gefüllten Nudeln und vielen anderen Gerichte das gewisse Etwas verleihen. Vielleicht ist dies das Rezept für den höchsten Genuss. Jeder Tropfen ist kostbar denn er verleiht unschätzbare Geschmacksempfindungen. Ein einzigartiger Schatz.

Das Besondere der traditionellen Balsamico-Essige aus Reggio Emilia nimmt man bereits bei der ersten Begegnung wahr: die Farbe ist dunkelbraun, intensiv, klar und glänzend, die Konsistenz dickflüssig, fast sirupartig und der Duft eindringlich, komplex und wohlriechend mit einer angenehmen Säure und einem charakteristischen „Bouquet“, welches sich aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Holzsorten ergibt, in denen der Tradizionale bis zu seiner Vollkommenheit heranreift. Der Geschmack ist süßsauer, gut ausgewogen, mit angenehmer Säure und Aroma im Einklang mit seinen olfaktiven Eigenschaften.
Dieses wunderbare Ergebnis ist nicht dem Zufall zu verdanken: Der Tradizionale muss in der Reggio Emilia hergestellt werden, Erbe einer jahrhundertealten Tradition sein und mindestens 12 Jahre in Fässern aus verschiedenen Holzarten reifen, um seinen zeitlosen und unvergleichlichen Duft und Aroma aufzunehmen. Nur so wird er zu etwas wirklich Kostbarem. Und nur so wird jeder Tropfen zu einem wahren Genuss.

Ein geschmackvolles Allheilmittel

Früher galt Balsamico-Essig als Elixier, heute als ganz besondere Kur für die Geschmacksknospen. So war früher der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia nur den Adligen vorbehalten. Daher wurde der Essig als ein wertvolles Elixier mit vielen wohltuenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften angesehen.

Das Wort „Balsam“ (Italienisch balsamico) vermittelt bereits die Vorstellung von einer wundersamen Arznei, welche die Glücklichen als Heilmittel im Hause hatten, ein Allheilmittel gegen alle Übel und als gesunder Balsam, ein regenerierendes Mittel für empfindliche Mägen und gegen Appetitlosigkeit.

Auch der skeptischste Naturwissenschaftler wird nicht abstreiten, dass der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia eine ausgezeichnete Würze ist, die es sogar erlaubt, weniger Olivenöl, Butter und Salz zu verwenden. Selbst ein ganz einfaches Gericht wird mit wenigen Tropfen traditionellem Balsamico-Essig aus Reggio Emilia zu einer denkwürdigen Gaumenfreude.

Anders als gewöhnliche Würze, zu deren Gebrauch normalerweise von den Ernährungsberatern nicht unbedingt geraten wird, ist der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia kalorien- und salzarm. Auch wenn man nichts von mittelalterlichen Aberglauben hält, handelt es sich in jedem Fall um eine gesunde Wahl, denn mit wenigen Tropfen vollen reichen Geschmacks kann auf andere weniger gesunde Würzmittel verzichtet werden. Die ist auch bei der Ernährung von Kindern von Bedeutung. Es genügen wenige Tropfen traditionellen Balsamico-Essigs aus Reggio Emilia, um alle Gemüse, die Kinder normalerweise nicht so gerne mögen, in eine Leckerei zu verwandeln.

Liebhaber seines exquisiten Geschmacks können mit dem Tradizionale überraschende Zusammenstellungen kreieren, da der traditionelle Balsam-Essig aus Reggio Emilia jedem Gericht einen einzigartigen und ganz besonderen Geschmack verleiht – von der Vorspeise bis zum Dessert schaffen Sie unendlich viele köstliche Variationen.

Der Balsamico kann roh verwendet werden, um frische Salate oder als Dipp das Pinzimonio (rohes gemischtes Gemüse) zu würzen und gehobelten Parmigiano Reggiano oder um rohen Schinken zu veredeln. Ein Tropfen Balsamico-Essig macht den Meeresfrüchtesalat, gekochte Fische und Garnelen zu einem unvergesslichen Erlebnis und ein einfacher gekochter Fisch verwandelt sich in eine ganz besondere Gaumenfreude. In der Küche ist Balsamico-Essig eine ausgezeichnete Würze für Mayonnaisen und Soßen, weißes und rotes Fleisch oder auch Wild, und ein paar Tropfen reichen aus, um gefüllten Nudeln oder dem Risotto den besonderen Touch zu verleihen. Und für den süßen Abschluss sollte man Balsamico-Essig unbedingt auch einmal zu Erdbeeren oder Vanilleeis probieren!

Der Tradizionale ist einfach höchster Genuss um alle Speisen und Rezepte in Meisterwerke der Kochkunst zu verwandeln. Vom einfachen Salat bis zur Haute Cuisine – Balsamico-Essig ist immer ein besonderes Geschmackserlebnis.

Aceto Balsamico Tradizionale zu Tomate-Mozarella

Und am Anfang steht die Traube

Nur aus Most von Trauben, die in der Provinz von Reggio Emilia gelesen wurden und nur mit einer seit Jahrhunderten gepflegten Sorgfalt entsteht der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia.

Für den Most, der zu traditionellem Balsamico-Essig  aus Reggio Emilia wird, werden  Trauben der Sorten Trebbiano, Occhio di Gatto, Spergola, Berzemino verwendet und zusätzlich alle Sorten, die in der Ordnungsvorschrift für Lambrusco Reggiano DOC aus Reggio Emilia, genannt werden, das heißt Marani, Salamino, Maestri, Montericco,  Sorbara und Ancellotta.

Der unverwechselbare Geschmack des traditionellen Balsamico-Essigs aus Reggio Emilia entsteht durch die bewusste Verbindung dieser duftenden Traubenmoste, die reich an Estern und natürliche Produkte der Begegnung zwischen Alkohol und Säure sind.

Es lebe der Geschmack

Eine lange und kostbare Geschichte ist die des Tropfens traditionellen Balsamico-Essigs aus Reggio Emilia. Mindestens 12 Jahre sorgfältige und liebevolle Pflege der Fässchen auf dem Dachboden der regionalen Essigmanufakturen machen aus dem Balsamico-Essig eine unschätzbar wertvolle Delikatesse.

Ruhig und kunstfertig, so entsteht der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia. Um mit den Worten der Fachleute zu sprechen: „der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia wird durch die Fermentation des Zuckers und der Essigoxidation von gekochtem Traubenmost, der beim Keltern der Trauben, die im Gebiet der Provinz von Reggio Emilia erzeugt werden, hergestellt.“

Praktisch bedeutet dies, dass die Trauben gekeltert und in Fässer gefüllt werden. Sobald der Trester und die Traubenkämme an die Oberfläche kommen, wird der Most angezapft, filtriert und bei kleiner Flamme gekocht. Danach wird er in Behältern gelagert, in denen, sobald es warm wird, die Essigfermentation beginnt, die den Zucker in Alkohol umwandelt. Sobald ein Alkoholgrad von 6/7 erreicht wird, werden Kolonien von Essigbakterien hinzugefügt, die die Essigoxidation fördern. Auf diese Weise wird die Basis hergestellt, die dann verwendet wird, um die Fässchen aus unterschiedlichen Holzarten zu füllen, die während der langen Reifezeit, dem Balsamico-Essig ihre besonderen Eigenschaften verleihen.

Jedes Holz verleiht dem Tradizionale eine besondere Note: Kastanienholz,  reich an Tannin, verleiht die besondere dunkle Farbe; Kirschholz macht den Geschmack süßer;  Maulbeerbaum lässt den Essig schneller konzentrieren; Wachholder aromatisiert ihn mit der besonderen Stärke seiner Harzessenzen; und die Eiche, die normalerweise für kleinere Fässer verwendet wird, verleiht den abschließenden Touch, der des „Meisters“.

Das unterschiedliche Holz der Fässer, in die der Essig im Laufe der Reifung immer wieder umgefüllt wird, verleihen dem Balsamico-Essig Stabilität und Intensität. Sie werden während der Reifung immer kleiner. In bestimmten Fällen werden für die Herstellung des Essigs bis zu zwanzig Fässer verwenden, dabei wird stets vom größeren zum kleineren Fass umgefüllt, von den 100 Litern des größten Fasses, welches den gekochten Most enthält, bis zu den 10 Litern des kleinsten Fasses, aus der das wertvolle kulinatische Ergebnis dieses Prozesses entnommen wird.

Der geeigneteste Lagerort für die Reifung und Alterung des Balsamico-Essigs nach dem traditionellen System sind die Dachböden, die den Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten am stärksten ausgesetzt sind. Während der Reifung ist das Umfüllen eine der wichtigsten Tätigkeiten. Diese erfolgt jedes Jahr, um den ursprünglichen Füllstand der Fässer wieder zu erreichen, der durch die Verdunstung gesunken ist. Dies erfolgt durch das Umfüllen, bzw. Dekantieren des Essigs von dem größeren Fass zum kleineren.

Hier spielen das Wahrnehmungsvermögen, die Erfahrung, das Geruchs- und Geschmacksvermögen des Essigmeisters eine grundlegende Rolle. Er muss die Komplexität des Geschmacks und Geruchs jedes Fasses analysieren, den durch das Dekantieren in dem größeren Fass erreichten Reifegrad bewerten, um die Eigenschaften mit jüngerem Essig aufzufrischen.

Das Ergebnis wird danach der organoleptischen Prüfung durch Experten unterzogen, die von einer Zertifizierungsstelle durchgeführt wird. Hier wird festgelegt, ob dieser Essig wirklich als traditioneller Balsamico-Essig aus Reggio Emilia bezeichnet werden und das Gütesiegel tragen darf.

Ein Familienschatz

Der Aceto Balsamico Tradizionale ist ein kostbarer Schatz, der sogar ins Testament aufgenommen wird. Die Fassbatterie für die Herstellung von traditionellem Balsamico-Essig aus Reggio Emilia wird oft von Generation zu Generation vererbt.

Die Herstellungsmethode, die über Generationen stets vom Vater an den Sohn weitergegeben wurde, basiert auf einem Dekantieren oder Umfüllen (eine Methode die „rincalzo“ genannt wird) von größeren in immer kleinere Fässer. Auf diese Weise enthält das letzte Fass, in dem der reife, genussfertige traditionelle Balsamico-Essig entsteht, immer einen Rest alten Essigs, der vielleicht schon vom Großvater oder Urgroßvater hergestellt wurde.

Wenn wir daran denken, dass heute jeder Tropfen traditioneller Balsamico-Essig mindestens 12 Jahre reift, können wir uns leicht vorstellen, dass Familienbatterien, die seit mehr als einem Jahrhundert zum Einsatz kommen, nicht selten sind. Einige werden sogar bereits seit dem 18. Jahrhundert verwendet.

Es handelt sich um eine unlösliche Verbindung, nicht nur mit diesem Landstrich und mit dem Haus, sondern mit den früheren Generationen, die durch einen idealen Stammbaum des Geschmacks verbunden sind. Nicht durch Zufall ist das Wort „traditionell“ Bestandteil des Namens dieses Essigs.

Die Fassbatterie für die Zubereitung und die Reifung des traditionellen Balsamico-Essigs aus Reggio Emilia ist seit jeher einer der besonderen Schätze der Menschen des Enza-, Crostolo- , Tresinaro- und Secchiatals.

Dieser Landstrich hat Dichter, Maler und Feinschmecker inspiriert

Er hat Kaiser, Fürsten und Herzöge verzaubert. Der traditionelle Balsamico-Essig aus Reggio Emilia blickt auf eine geschmacksreiche Geschichte zurück. Das erste schriftliche Zeugnis ist in der Chronik „Vita Mathildis“ des mittelalterlichen Mönchs Donizo zu finden. Hier wird ein Ereignis aus dem Jahr 1046 zitiert, als der deutsche Kaiser Heinrich III, auf dem Weg zu seiner Krönung in Rom, einen Zwischenstopp in Piacenza einlegte und Bonifaz, dem Herrn der Burg Canossa (in der Nähe von Reggio Emilia), in einem Brief um einen ganz besonderen Essig bittet, von dessen „perfekter Art“ ihm bereits berichtet wurde.

Nach dem Bericht des mittelalterlichen Mönchs ließ Bonifaz ein Fässchen aus Silber für den wertvollen Essig bauen, und schickte dieses dem Kaiser, der sich am wundervollen Geschenk besonders erfreute.

Damals gab es in der Burg Canossa eine erstaunliche Menge an Fässern für die Herstellung von Balsamico-Essig, auch wenn die Burg nicht aus diesem Grund in die Geschichte einging, sondern da hier der exkommunizierte Kaiser Heinrich IV drei Tage barfüßig im Schnee unter der Burg warten musste, bevor er vom Papst Gregor VII empfangen und vom Kirchenbann gelöst wurde. Bereits im 12. Jahrhundert gab es Konsortien von Essigherstellern, die sogenannten Consorterie in Reggio Emilia und Scandiano. Es handelte sich um Zünfte, deren Mitglieder schwören mussten, niemandem das geheime Rezept dieses kostbaren Elixiers mitzuteilen.

Der Essig wurde vor allem als Arzneimittel bei Geburtswehen eingesetzt, wie dies zum Beispiel für die berühmte Renaissancefürstin Lucrezia Borgia belegt ist, sowie als Arzneimittel gegen Halsschmerzen, Atembeschwerden, Verdauungsstörungen, den Biss giftiger Tiere, Ohnmachten, als herzstärkendes Mittel, und – natürlich – auch als starkes Aphrodisiakum.

Während der Renaissance beginnt der Balsamico-Essig auf den Tafeln der Adligen, insbesondere am Herzogshof der Este, Einzug zu halten. Ludovico Ariosto, der aus Reggio Emilia stammte, führte diese edle Würze stets mit sich, so schrieb er in einer seiner Satiren: „Bei mir zu Hause bekommt mir eine Rübe wohler, die ich koche, auf einen Spieß stecke und dann mit Essig und Most übergieße“.

In jüngerer Zeit duften sogar die Notarsarchive nach Balsamico-Essig: die Aussteuerlisten der Patrizierfamilien aus Reggio Emilia des 19.Jahrhunderts zeigen, dass es eine verbreiteter Brauch war, die Aussteuer der Edelfrau, die zum Altar geführt wurde, mit Batterien von Balsamico-Essig zu bereichern. Für die Feinschmecker eine wahre Einladung zum Feiern.


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Schwiegermutterzungen …

Schwiegermutterzungen …

… oder wie ein Gebäck zu seinem Namen kommt.

SchwiegermutterzungenMario Fongo, ein fröhlicher und genialer Bäcker hat dieses Rezept entwickelt und seine Frau hat dem Produkt den Namen gegeben: „Linguette di Alpicella„.

Eine italienische Redensart besagt tatsächlich, dass „nur Schwiegermütter eine so lange Zunge haben“. Will sagen, dass Schwiegermütter oft viel und nicht immer vorteilhaft reden.

Ein Klischee, natürlich, aber so geht nun einmal Geschichte zu diesem herrlichen Produkt – und das ist doch eine tolle Idee, wie wir finden! Das werden Sie sehr schnell merken, wenn sie diese lingurische Köstlichkeit einmal probiert haben…

Die „Zungen der Schwiegermutter“ sind etwa einen halben Meter lang, knackig und köstlich. Damit sie besser verpackt werden können, sind sie in Stücke gebrochen. Sie sind eine echte Alternative zu Brot oder Grissini. Genial zum Dippen und zu Antipasti. Ihre Raffinesse liegt in den einfachen, aber hochwertigen Zutaten:

Ein Teig aus Mehl, Wasser, Salz und bestem Olivenöl. Nur durch ihre fachgerechte und geduldige Verarbeitung und das Backen im Ofen werden die Cuginio di Campagna zu einer schmackhaften und leichten Delikatesse.

Wir bieten diese Köstlichkeit nicht immer an, da sie frisch gebacken am besten schmeckt. Wenn Sie gerade vorrätig sind, finden Sie die Cugini di Campagna in verschiedenen Geschmacksrichtungen bei uns im Shop


 

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Wissenwertes zum Aceto Balsamico

Wissenwertes zum Aceto Balsamico

Um 1800 war in der Kultur der wohlhabenden, bäuerlichen Familien, die Fassreihe mit „Aceto Balsamico“ eine Mitgift für die Tochter. Bei ihrer Geburt legte der Vater die Fassreihe an, so dass der Essig zusammen mit seiner Tochter „heranreifte“ und dann zu ihrer Hochzeit fertig war. Er wurde als Mitgift – also nach ca. 20-25 Jahren – in die Ehe mitgenommen.

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